Handschrift am PC

Liebe LeserInnen!
Heute ein kleiner Tipp, wie Sie ohne viel Aufwand eine ganz persönliche Karte für Ihre Kunden kreieren können.
Handgeschriebene Briefe oder Karten wirken immer besonders persönlich. Aber wer kann bzw will sich schon zu Weihnachten die Zeit nehmen, für alle seine Kunden eine eigene Karte zu verfassen? Da greifen viele dann doch lieber zu einer schönen Schriftart und lassen den Drucker die Arbeit tun.
Schreiben Sie doch heuer Karten an Ihre Kunden mit Ihrer eigenen Handschrift – und lassen Sie trotzdem den Drucker die Arbeit tun! YourFonts.com macht´s möglich. Auf dieser Website können Sie nämlich online, schnell und kostenlos Ihre eigene Handschrift als neue Schriftart für Ihren Computer generieren lassen. Einfach das Formular ausdrucken, darauf jeden einzelnen Buchstaben einfüllen, dieses dann einscannen, noch einmal prüfen und schon können Sie das fertige Produkt downloaden.
Bis jetzt sind 147.555 Handschriften erstellt worden, ab der 250.000 Handschrift wird der Service kostenpflichtig. Wer also rasch handelt, kann seine Weihnachtskarten heuer vom PC schreiben lassen!
Jeder User kann nur seine eigene Handschrift downloaden, Sie erhalten damit eine völlig individuelle und persönliche Schriftart. Obwohl – bei meiner Handschrift wäre mir fast eine andere lieber ,-)
Liebe Grüße,
Sabine Weiss
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Das Hasenprojekt
Liebe LeserInnen,
wenn auch Ihnen das trübe Wetter langsam aufs Gemüt schlägt, hier eine nette Geschichte zur Aufheiterung:
Ein Hase sitzt auf einer Lichtung und schreibt eifrig in sein Notizbuch. Da erscheint ein Fuchs und mustert den Hasen interessiert. Schließlich sagt er: „Sag Langohr, was schreibst Du denn da so beflissen?“ „Nun,“ erwidert der Hase: „Ich arbeite am Projekt Hase frisst Fuchs“. Da biegt sich der Fuchs vor Lachen und prustet: „Du machst Witze! Wer hätte je von einem fuchsfressenden Hasen gehört.“ „So, meinst Du?“ entgegnet der Hase unbeeindruckt, „Dann komm doch mal mit“. Der Fuchs folgt dem Hasen kichernd ins Gebüsch.
Eine Stunde später sitzt der Hase erneut schreibend auf der Lichtung. Ein Wolf kommt des Weges und beobachtet ihn amüsiert. „Heh, du Karnickel, was gibts denn so eifrig zu schreiben?“ fragt er der den Hasen geringschätzig. „Oh, ich arbeite am Projekt Hase frisst Wolf!“ Antwortet dieser. „Wie bitte? Du hast wohl ‘nen Knall. Seit wann fressen Hasen Wölfe?“ Da erwidert der Hase: „Wenn Du mir nicht glaubst, dann komm mal mit.“
Zwei Stunden später. Der Hase sitzt noch immer auf der Lichtung und schreibt, als ein Bär erscheint. „Na, Hase, was schreibst du denn da so eifrig.“ „Nichts besonderes. Das ist meine Projekt Hase frisst Bär.“ „Du hast wohl ‘ne Meise“, feixt da der Bär augenzwinkernd. „Das kann nicht dein Ernst sein.“
„Du glaubst mir nicht? Dann komm mal mit …“
Szenenwechsel: Hinter einem kleines Gebüsch unweit der Lichtung. Auf dem platt gelegenen Gras liegen zerstreut die Gebeine von Fuchs, Wolf und Bär. An einen großen Baum gelehnt, sitzt ein stattlicher Löwe und tätschelt entspannt seinen Bauch.
Und die Moral von der Geschichte? Nicht der Name des Projekts ist wichtig, sondern der Projektleiter.
Herzlichst,
Sabine Weiss
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Schlecht aufgestellt?
Liebe LeserInnen,
in meinem Umfeld wurde vor über 1 Jahr die Idee geboren, eine Plattform für Städtereisende zu errichten. Die Gründer - selbst laufend aus beruflichen Gründen in anderen Städten - wollten ein Portal ins Leben rufen, auf dem sich die Guides eintragen und man als Reisender schon vorab diverse Besichtigungen und Begleitungen buchen konnte. Besondere Idee dabei sollte weiters sein, dass man die Stadt auf andere Art und Weise kennen lernen sollte, also eher ausgefallenere Angebote wollte. ZB eine Ringführung per Rad, oder eine Lauftour im Prater. Das Internetportal wurde mit viel Aufwand und Liebe (und Geld) errichtet, erste Werbemaßnahme war eine Flyeraktion im Studentenviertel.
Die erste Aktion brachte leider weniger Rücklauf als erwartet. Auch aus dem Freundeskreis kamen weniger Ideen als erhofft. Da das Hauptaugenmerk auf „ausgefalleneren Besichtigungen“ lag, wurden keine klassischen Reiseführer angeworben. Stattdessen wurde das Gewicht ausschließlich auf Studenten gelegt, die sich über ihre Touren ein bisschen Zugeld verdienen konnten. Die Studenten wurden aber offenbar aber vom Flyer noch mit der Kurzbeschreibung auf der Homepage angesprochen, das Angebot erschien jedenfalls nicht attraktiv genug, um sich als Guide einzutragen. So wurde einige Monate später eine zweite, noch größere Flyeraktion gestartet, selber Flyer, selbe Studentengegend, nur tiefer im Semester. Das Ergebnis war erschütternd, es kamen de facto überhaupt keine Rückläufe. Über ein Jahr ist die Plattform mittlerweile online und de facto ist das Unternehmen tot. Aus der Zeit, aus dem Geld und aus der Motivation gelaufen.
Was ist hier passiert? Von Außen gesehen wurden die jeweiligen Kunden der Plattform zu keinem Zeitpunkt definiert. Geboren wurde die Idee, um Personen, die aus beruflichen Gründen einen kurzen Aufenthalt in fremden Städten haben, innerhalb kürzester Zeit eine besondere Form der Städtebesichtung zu bieten. Zuletzt wurde aber versucht, alle Städtereisenden „aufzufangen“. Diese unklare Definition der „Endkunden“ spiegelt sich deutlich in der nicht getroffenen Auswahl der Guides. Zusammenfassend war weder klar, an wen sich die Plattform schlussendlich richten sollte und waren daher auch die Guides als zweite Zielgruppe unklar positioniert. Durch den Versuch, so viel wie möglich „vom Markt mitzunehmen“ fühlte sich schlussendlich niemand mehr angesprochen.
Derartige Themen lassen sich auch wunderbar in einer Organisationsaufstellung betrachten. Wenn man die zwei Kundengruppen dieser Plattform aufstellt, zeigt sich sofort, dass beide nicht wissen, was sie auf der Plattform sollen. Die Orientierungslosigkeit der Kunden in der Aufstellung kann aber auch genutzt werden um hier hilfreiche Rückfragen zu stellen, was denn aus Sicht der Kunden benötigt würde, um das Angebot attraktiver zu finden.
Dies ist auch ein schönes und leider häufiges Beispiel für die große Motivation bei Aufkommen einer Idee, die anfänglich mit überdimensionalen Investitionen und großem Enthusiasmus verfolgt wird. Bei ersten Schwierigkeiten wird die bisherige Anstrengung verdoppelt, die grundsätzliche Überlegung der Kundenfindung wurde aber zu keinem Zeitpunkt nachvollziehbar angestellt. Der ausbleibende Erfolg führte dazu, dass nach rd 1 Jahr sämtliche Arbeiten rund um die Plattform eingestellt wurden, Beratung wurde zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen. Auf meine Frage nach einem Businessplan wurde geantwortet, dass Businesspläne sowieso 1 Jahr später nicht mehr zutreffen, also wurde von Anfang an darauf verzichtet.
Kennen Sie ähnliche Geschichten aus Ihrem Umfeld? Haben auch Sie Erfahrungen mit ungenau definierten Geschäftsfeldern gemacht? Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen!
Herzlichst,
Sabine Weiss
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UnternehmerInnen als Spitzensportler!
Liebe LeserInnen!
Immer wieder erhalte ich Coaching-Anfragen zum Thema „Ist Selbständig-Sein wirklich das Richtige für mich?“ Und das ist ja auch eine berechtigte Frage, immerhin ist es für die Meisten ein großer Schritt, aus einer Anstellung in die Selbständigkeit auf- und auszubrechen. Man gibt damit viel Sicherheit auf und springt in unbekannte Gewässer – das erfordert schon sehr viel Mut!
Für mich sind Unternehmer zB wie Spitzensportler. An beide werden ähnliche Anforderungen gestellt:
- Freude am Tun: Es fällt ziemlich schwer, als Tennisspieler Erfolge zu erzielen, wenn keinerlei Interesse und Freude am Spiel vorhanden ist. Selbständig sein bedeutet beispielsweise nicht, ausschließlich seine kreative Ader auszuleben und endlich zu Malen, sondern wirklich alle Aspekte der Unternehmensführung zu übernehmen. Dh dann auch Vermarktung, Preisverhandlungen, Verwaltungstätigkeiten. Ist die Freude am Tun groß genug um diese „Nebenerscheinungen“ zu tragen?
- Ausdauer: Als UnternehmerIn ist es notwendig, konsequent am eigenen Erfolg zu arbeiten. Kunden wollen gewonnen und gepflegt werden, erfahrungsgemäß ist die Akquise der härteste Part der Selbständigkeit. Wenn hier die Eigenmotivation (siehe oben!) nicht groß genug ist, wird die Selbständigkeit zu einem ständigen „Überlebenskampf“.
- Auftreten: Von Sportlern wird genauso wie von Unternehmern verlangt, dass sie zumindest am Platz bzw in der Öffentlichkeit eine positive Ausstrahlung zeigen. Das kann manchmal ganz schön hart sein, vor allem wenn gerade persönliche Krisen durchlebt werden. Im Angestelltenverhältnis ist es zumindest für einige Tage machbar, dass man mit einem „persönlichen Hänger“ es mal etwas langsamer angehen lässt. Aber als UnternehmerIn?
- Mentale und körperliche Fitness: Vor allem im Sektor der Microunternehmen wirkt jeder persönliche Ausfall unmittelbar auf den Umsatz und bedroht damit über kurz oder lang die finanzielle Existenz. Weit wichtiger als die körperliche Fitness erscheint mir oft die mentale Stärke, hier vor allem die Frage: womit motiviere ich mich selbst immer wieder? Wie gehe ich mit Rückschlägen um? Und immer wieder: wie finde ich meine Work-Life-Balance?
Ganz spannend liest sich hierzu auch der „Code of conduct“ des Kärntner Landeskaders der Tennisspieler: http://209.85.129.132/search?q=cache:x5iUUtaSbwEJ:www.tenniskaernten.at/1053,,,2.html+kriterien+spitzensportler&cd=3&hl=de&ct=clnk&gl=at
Oft höre ich auch: Jemand ist zum Selbstständigsein geboren. Ist das so? Was ist Ihre Motivation zur Selbständigkeit? Wie bleiben Sie am Ball und woraus schöpfen Sie Ihre Ausdauer?
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen!
Herzlichst,
Sabine Weiss
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Wiener Schmäh?
Liebe LeserInnen,
gestern in einem typischen Alt-Wiener-Cafehaus in der Josefstadt. Die Kellnerin möchte wegen Schichtwechsel kassieren und ich frage, ob ich noch eine Bestellung aufgeben kann. Ihre Antwort „Beim Kollegen dann“. Meine Bestellung an den Kollegen weiterzuleiten, war offenbar zu viel verlangt. Besagter Kollege kam 30 Minuten später um abzuräumen, fragte aber auch nicht nach neuen Bestellungen.
Ganz im Gegenteil dazu abends beim Italiener. Beim Platznehmen werden wir gefragt, ob wir vorweg einen Apperitif möchten. Das wäre mir eigentlich gar nicht eingefallen, aber der Kellner zählt dann Prosecco, Bellini, Campari Orange auf und wir entscheiden uns dafür.
Im ersten Lokal habe ich weniger bekommen, als ich wollte. Im zweiten habe ich gerne mehr genommen, als geplant. Nicht nur, dass ich das Cafe wohl nicht mehr besuchen werde, werde ich den Italiener umgekehrt sicherlich weiterempfehlen.
Die Möglichkeit von Zusatzverkäufen und die Wichtigkeit der Kundenansprache werden gern unterschätzt. Allein die beiden Aperitifs beim Italiener brachten etwa den Umsatz einer Hauptspeise, verkauft durch eine simple Frage mit verlockenden Angeboten.
Bietet sich vielleicht auch in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit, durch gezielte Kundenansprache Zusatzverkäufe zu tätigen? Ein Tipp dazu: Erstellen Sie eine Liste mit möglichen Zusatzverkäufen, die Sie Ihren Kunden zu einzelnen Produkten anbieten können. Nach Abschluss des Grundgeschäfts können Sie ganz leicht den Einstieg schaffen, zB mit folgendem Vorschlag: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Kauf! Ich habe da noch ein Produkt, dass Ihnen im Zusammenhang mit Ihrem … auch viel Freude bereiten kann. Ich zeige es Ihnen gerne, dauert nur 2 Minuten?“ Damit bestätigen Sie Ihren Kunden in seiner Kaufentscheidung und bieten einen Zusatznutzen. Und selbst wenn Ihr Kunde dieses Mal nein sagen sollte, Sie erzielen damit eine höhere Kundenbindung.
Versuchen Sie es doch einmal und berichten Sie uns darüber!
Herzlichst,
Sabine Weiss
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Beratung hilft
Liebe LeserInnen,
allen die sich einen Eindruck davon verschaffen wollen, was Unternehmensberatung und Business Coaching für Sie bzw Ihr Unternehmen leisten kann, lege ich die Sendung “Hagen hilft”, Donnerstags um 21.15h auf Kabel1 ans Herz. In den Sendungen geht es um Familienunternehmen, die kurz vor dem Aus stehen und gerettet werden sollen. Die Aufarbeitung der aktuellen Situation und Tipps des Unternehmensberaters sind immer wieder hilfreich und können teilweise auch allein durchgeführt werden.
In Wien besteht übrigens die Möglichkeit, 4 Stunden (zu 100% geförderte!) Beratung zur “Unternehmenssanierung” über das Wifi in Anspruch zu nehmen! In diesen 4 Stunden werden Ihre aktuelle Situation, Hintergründe und erste Schritte zur Lösung aufgearbeitet. Dabei können Sie sich auch über Möglichkeiten der Entschuldung informieren. Gerne helfe ich Ihnen auch in diesem Zusammenhang weiter!
Herzlichst,
Sabine Weiss
No commentsÄrzte - Unternehmer der besonderen Art?
Liebe LeserInnen!
Haben Sie schon einmal versucht, in den Ferien spontan einen Arzttermin zu bekommen? Ich habe das probiert, mit folgendem Ergebnis:
- 3 Ärzte in meiner Umgebung sind laut Anrufbeantworter auf Urlaub.
- 3 weitere Ärzte heben einfach nicht ab.
- 1 Ärztin hat das Tonband der Weihnachtsferien laufen.
- Der 8te Arzt schließlich hebt persönlich ab (!!) und teilt mir mit, dass ich ohne Voranmeldung vorbeikommen soll, er empfiehlt ca eine Stunde später, da sei erfahrungsgemäß am wenigsten los und ich hätte kaum Wartezeit.
Ich finde die Praxis erst nach einigem Suchen – es ist eine Aliasadresse mit einer Seitengasse. Die Sprechanlage ist defekt, mein telefonisches Ersuchen die Tür zu öffnen wird scherzend beantwortet: „Am besten Sie nehmen einen Hammer und schlagen die Tür ein“.
Ich will schon gehen, da summt der Türöffner doch noch. In der Praxis sind alle Sitzplätze voll, darüber hinaus hat sich eine Schlange bis zur Tür gebildet. Prognose: Wartezeit plus minus 2,5 Stunden. L
Nicht jedem Unternehmer werden sprichwörtlich die Türen eingerannt. Welcher Lerneffekt bleibt?
1) Machen Sie es Ihren Kunden leicht, Sie zu finden!
Führen Sie auf allen Ihren Unterlagen Ihre aktuelle Telefonnummer, Faxnummer, Emailadresse und (Rechnungs)Adresse an. Wenn Sie einen etwas verwinkelten oder schwer zu findenden Eingang haben, weisen Sie Ihre Kunden darauf hin!
2) Halten Sie Ihre Kunden auf dem Laufenden!
Informieren Sie Ihre Kunden auf Band und im Netz über Ihre Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten. Sollten Sie längere Zeit zB aufgrund von Betriebsferien nicht erreichbar sein, besprechen Sie Ihre Mobilbox.
3) Verkaufen Sie Ihre Kunden nicht für dumm!
Wenn die Wartezeit mehrere Stunden ist, geben Sie das auch ehrlich an. Wenn die Akkulaufzeit 3 Stunden ist, sagen Sie nicht, dass der Laptop sicher 5 Stunden ohne Netzteil läuft. Ich bin sicher, Sie finden ähnliche Beispiele aus Ihren eigenen Erfahrungen. Bleiben Sie bei der Wahrheit in Ihrer Produktbeschreibung, wenn Ihre Kunden wiederkommen sollen.
Erleichtern Sie Ihren Kunden, mit Ihnen in Kontakt zu treten und zeigen Sie ihnen, dass Sie sie wertschätzen. Beschreiben Sie Ihr Produkt im besten Licht, ohne falsche Versprechungen. Ihre Kunden werden es Ihnen danken – und Sie vielleicht auch an neue Kunden weiterempfehlen! J
Herzlichst,
Sabine Weiss
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Everybody´s Darling?
Liebe Leser,
meine Monatsabrechnung der Kreditkarte zeigt dieses Monat eine Position, die nicht von mir stammt. Der Empfängername ist mir völlig unbekannt, die Position ist in USD und ist in meiner Buchhaltung nicht vorhanden.
Ein Anruf beim Kreditkarteninstitut ergibt, dass ich ein Fax zur Beeinspruchung dieser Position durchschicken soll. Gesagt - getan, und schon 2 Tage später erhalte ich ein Schreiben, in dem mir mitgeteilt wird, dass aufgrund meines Einspruches die Position wieder gut geschrieben wird. Ich dachte mir schon, spannend, die fragen gar nicht warum, aber fein, dass die Lösung so unkompliziert ist. Endlich mal ein gutes Vorbild für den Umgang mit Kunden!
1 Tag später ruft mich außerdem eine Dame des Instituts an und teilt mir mit, dass sie den Verdacht hat, dass meine Karte gehackt wurde. Sie möchte meine Karte auf der Stelle sperren und mir eine neue Karte ausstellen, kostenfrei und sofort verschickt. Gerne, noch ein Beispiel für guten Umgang mit Kunden!
2 Tage später erhalte ich auch tatsächlich meine neue Karte. Am Tag darauf leider auch ein Schreiben des Kreditkarteninstituts. Sie hätten jetzt meinen Einspruch geprüft und es sei offensichtlich, dass ich diesen Umsatz doch getätigt hätte, und zwar in Form eines Internetkaufes. Der Betrag wird mir wieder angelastet.
Ich rufe bei dem Kreditkartenunternehmen an und beeinspruche die Position erneut. Ich weise auch auf den Anruf hin, wonach meine Karte möglicherweise gehackt wurde. Die Dame hält kurz Rücksprache und meint dann, kein Problem, der Betrag wird mir doch wieder gutgeschrieben.
Habe ich noch Vertrauen, dass mein Anliegen damit geklärt ist? Wohl kaum. Kreditkarteninstitute sind ein schönes Beispiel für Unternehmen, die zwei völlig verschiedene Zielgruppen haben. Auf der einen Seite sind die Unternehmen, die Zahlungen über Kreditkarten abwickeln, anzustreben und zufriedenzustellen. Auf der anderen Seite müssen die Konsumenten als Kunden gewonnen werden.
Die Vorgehensweise, ohne nähere Recherche sofort eine Lösung anzubieten, im Hintergrund einen Prüfungsprozess ablaufen zu lassen und dann allenfalls die angebotene Lösung wieder zurückzunehmen, ist wenig zufriedenstellend. Solutionselling ist etwas wunderbares, aber nur, wenn man die angebotenen Lösungen auch einhalten kann.
Dazu fällt mir noch ein wunderbarer Spruch ein:
Der Versuch, es allen recht zu machen, endet im Stillstand.
Herzlichst,
Sabine Weiss
No commentsErfolgskiller “Weichmacher”
Letzten Sonntag hörte ich eine sehr interessante Dokumentation über die Ferieninsel Malta. Eine Vertreterin des örtlichen Tourismusverbandes erzählte über die Vorzüge der Insel. Ein Ausschnitt daraus lief in etwa so: „Ja, es gibt auf Malta auch die Möglichkeit, Golf zu spielen.“ Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir, hey super, ich fliege zwar nicht nach Malta um zu Golfen, aber wenns grad passt? ;-) Und dann ging der Satz weiter: „Wir haben nur einen Golfplatz, es ist zwar ein 18-Loch-Platz, aber für erfahrene Golfer wohl eher uninteressant. Aber wenn Sie vielleicht Anfänger sind oder es einmal ausprobieren wollen, warum dann nicht auf Malta.“
Sehr schade – mit diesem Nachsatz war mir die ganze Lust vergangen, und das obwohl ich Golf-Anfängerin bin. Der Versuch, bei den erfahrenen Golfern keine falschen Hoffnungen zu wecken, hat die Gesamtpräsentation der Golfmöglichkeit in ein negatives Licht gerückt. Dabei wäre das vermutlich gar nicht notwendig gewesen – allein die Information „Wir haben einen Golfplatz“ ist ausreichend!
Wörter wie
- vielleicht
- eigentlich
- sozusagen
- könnte, möchte, würde
- unter Umständen
- eher
sind rhetorische „Weichmacher“ und nehmen Ihrer Aussage die Kraft. Sind Sie eigentlich erfolgreich oder sind Sie erfolgreich?
Wenn Sie gerne testen möchten, wie „gefährdet“ Sie in diesem Zusammenhang sind:
Bitten Sie doch eine Freundin oder einen Kollegen, sich Ihre Vorstellung anzuhören oder während eines Gespräches darauf zu achten, wie oft Sie diese oder ähnliche Worte und Formulierungen benutzen, die Ihren Auftritt schwächen. Eine einfache „Stricherlliste“ zu diesem Punkt kann wirklich augenöffnend sein. Diese Übung ist auch sehr gut geeignet, wenn Sie sich vor einem Auftritt, Vortrag oä die „Äähs“ abgewöhnen möchten!
Viel Erfolg bei dieser Übung, ich lade Sie ein und freue mich auf Ihre Rückmeldungen hier!
Herzlichst!
Sabine Weiss
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Gedanken zum Erfolg
Auf Radio Wien ist Montags eine Psychologin zu hören, die immer zu einem bestimmten Thema „Lebenshilfe“ übers Radio anbietet. Das Thema vom 22.02.2009 war unter anderem, was der Seele gut tut. Während dem Autofahren habe ich dazu ein paar Sätze aufgeschnappt und unter anderem gab die Psychologin den Tipp, sich wohlwollend mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und dabei die eigenen Leistungen nicht mit denen von Anderen zu vergleichen.
Dazu fällt mir ein Anliegen einer ehemaligen Coaching-Klientin ein. Als Unternehmerin im etwa siebten Jahr der Selbständigkeit war ihr damaliges Anliegen, dass sie ihren Erfolg nicht sehen konnte. Stattdessen war die Frage, ob sie denn überhaupt erfolgreich sei, Thema. Immer wieder geistert in Zeitungen das Bild der erfolgreichen Unternehmerin um, auf diesem Bild ist eine Frau topgestylt mit Hosenanzug, perfekt sitzendem Haar und Kleinkind auf dem Arm zu sehen. Motto: Ich schaffe Familie und Selbständigkeit beides – leicht, motiviert und voller Freude, offenbar ohne irgendwo einen Abstrich machen zu müssen.
Ja, gemessen an diesem Bild scheint es hart, hier mithalten zu können. Stellt sich nur die Frage: Ist eigener Erfolg an solchen Klischees zu messen?
Und weil es wirklich so leicht ist, den Fokus auf sich selbst zu verlieren, hier eine wundervolle kleine Übung dazu:
Nehmen Sie sich etwas Zeit und erstellen Sie eine Art „Lebensbilanz“. Diese Übung wird etwa zwischen 20 Minuten bis hin zu einer Stunde dauern und fühlt sich immer wieder toll an. Sie können das rein in Ihren Gedanken durchspielen, wirklich berührend ist es auch, die nun kommenden Gedanken aufzuschreiben oder zu zeichnen.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihr Leben wie einen Film betrachten. Mit einem tiefen Atemzug und geschlossenen Augen können Sie mit Ihren ersten Erinnerungen aus Ihrer Kindheit beginnen und so in der für Sie genau richtigen Geschwindigkeit Ihr Leben vor Ihrem inneren Auge bis zum heutigen Tag ablaufen lassen.
Und wenn Sie jetzt so auf Ihr gesamtes bisheriges Leben schauen, welche Höhepunkte finden Sie da? Welche Dinge haben Sie erlebt – geschafft -
geleistet, die Sie selbst berühren?
Nur so ein paar Gedanken dazu… durch eine harte Schulzeit gekämpft? Als Jugendlicher ohne Eltern allein mutig aufgemacht, die Welt zu sehen? Geschwister miterzogen und daheim viel geholfen? In der Lehrzeit einiges abgebüst oder im Studium durchgebissen? Verwandte gepflegt und während einer harten Zeit begleitet? Liebe Menschen verloren und sich dennoch wieder aufgerappelt? Eigene Familie gegründet und die Kinder gut durchgebracht? Selbständig gemacht, eigene Ideen dabei verwirklicht, eigenen Kundenstock aufgebaut? Nicht vom Markt verschluckt worden und nach 3 Jahren noch immer am Markt?
Was sind die Dinge, die Sie berühren? Auf die Sie stolz sein können und die Sie einzigartig machen?
Das ist der einzige Erfolgs-Maßstab, an dem Sie sich messen sollten. Und dieser Maßstab wird Ihrer Seele bestimmt gut tun.
Wenn auch Sie diese Übung ausprobiert haben, erzählen Sie doch kurz darüber - ich würde mich wirklich sehr über Ihre Erfahrungen freuen!
Alles Liebe,
Sabine Weiss
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