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Fachblog für UnternehmerInnen von Mag. Sabine Weiss

Archive for the 'Sichern' Category

How to ruin my biz: Blindflug!

Oder: warum es gut ist, ein wenig Monk zu sein ;-)

 

Kürzlich wurde ich erneut mit der Begleitung einer Einzelunternehmerin beauftragt. Der Geschäftsgegenstand war Einzelhandel, der Unternehmenssitz in der Wiener Innenstadt. Die Inhaberin gibt massive Umsatzprobleme an und meint, dass sie auf der jetzigen Basis die nächsten Monate nicht mehr überstehen wird. Ihr Wunsch ist, dass ich vorbei komme und ihre Warenpräsentation begutachte. Sie hofft, über verbesserte Schaustellung mehr Umsatz zu erzielen.

 

Erfahrungsgemäß ist selten der Umsatz das Problem, sondern die dahinter liegende Aufwandstruktur des Unternehmens. Aus Effizienzgründen ersuche ich meine Kunden daher schon zum ersten Gespräch eine Aufstellung der monatlichen Umsätze sowie der Fixkosten mitzubringen.

 

Diese Kundin ist aber anders. Sie ist Einnahmen-Ausgaben-Rechnerin und gibt an, ihre Belege monatlich dem Steuerberater zu übermitteln, um alles weitere kümmere er sich. Mehrmaliges gezieltes Nachfragen meinerseits ergibt, dass sie weder ihren durchschnittlichen monatlichen Umsatz noch ihre Fixkosten kennt. Und ich spreche hier nicht von „nur ungefähr“, sondern wirklich – nada, nichts, gar kein Überblick.

 

Ja, so manchem Leser wird’s spätestens an dieser Stelle die Schuhe ausziehen! Vielleicht wollen Sie es an dieser Stelle mal probieren? Was schon hilfreich wäre:

Monatlicher Umsatz? Wareneinsatz dafür? Personalaufwand? Miete für Geschäftslokal? Versicherungen? Leasingraten fürs Firmenauto? Üblicherweise sind das die größten Brocken. Was die wenigsten wissen: Im Falle einer strafgerichtlichen Verfolgung (zB wegen grob fahrlässiger Gläubigerbeinträchtigung) wird auch begutachtet, welche internen Kontrollmechanismen der Geschäftsführer eingesetzt hat, um laufend den Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu behalten. Wichtig hierbei – nach aktuellen Gerichtsentscheidungen zählt nicht nur die korrekte Führung der Buchhaltung sondern auch, ob sich die Geschäftsleitung tatsächlich damit auseinandergesetzt hat!

 

 

Auch Unternehmen, die keine doppelte Buchhaltung führen, können sich hierbei helfen:

 

  • Sehr empfehlenswert ist zB das Führen einer einfachen Tabelle (zB im Excel) mit monatlichen Einnahmen und Ausgaben.
  • Sofern Zahlungsziele vergeben werden ist auch eine Liste mit offenen Forderungen sehr hilfreich.
  • Wer noch Zugriff darauf hat, es gab eine 1997 eine Version von MS Money, die mit MS Office automatisch mitgeliefert wurde. Man erfasst sämtliche Konten (auch bar, Kredit, etc) und führt alle Bewegungen an. Besonders praktisch, das Programm bietet gleich statistische Auswertungen an. Die letzte mir bekannte Version ist MS Money 2000, die aus User-Sicht beste Variante ist Money 99 ;-)
  • Fragen Sie einfach Ihren Steuerberater/Buchhalter, welche einfachen (und kostengünstigen) Varianten der monatlichen Info er Ihnen zukommen lassen kann!

 

Man muss nicht penibel wie Monk sein, um ein Unternehmen zu leiten. Es macht durchaus Sinn, gewisse Aufgaben zu outsourcen. Ein Schiff ohne Ruder zu steuern wird aber auch schwer, oder? ,-)

 

 

Liebe Grüße!

Sabine Weiss

www.kickstart.at

  

 

 

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How to ruin my biz: Step 1

Oder: Was es braucht …

 

… um sein Unternehmen erfolgreich an die Wand zu fahren? Nicht sehr viel. Und weil ich so viele Beispiele dazu habe, möchte ich hier eine kleine Serie dazu starten.

 

Des Öfteren übernehme ich als Beraterin aus dem Wifi-Pool geförderte Aufträge zum Thema „Unternehmenssicherung“. Da gibt’s 4 Stunden Beratung gratis, nur die Umsatzsteuer ist zu zahlen. Das Ziel ist in der Beratungszeit festzustellen, wo es im Unternehmen happert, warum es eckt und grammelt und ob es noch Möglichkeiten gibt, das ganze wieder in Schwung zu bringen. Und wenn nicht – welche Wege gibt es, da halbwegs unbeschadet wieder raus zu kommen. Und vor allem ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen! Alles in allem ein sehr schön geschnürtes Paket und in den 4 Stunden kann man doch meist viel mehr als erwartet aufarbeiten zum Thema Restrukturierung und notwendige weitere Schritte.

 

Die meisten meiner Kunden „aus dieser Ecke“ sind KleinstunternehmerInnen, die ihr gesamtes Business noch allein leiten und 1-5 Mitarbeiter beschäftigen (wenn überhaupt). Wenn ich so einen Auftrag über das Wifi nun erhalte, ist die Vorgehensweise relativ einfach. Ich kontaktiere den Kunden, um mich vorzustellen – und da fängts auch schon an. Manche UnternehmerInnen sind einfach tagelang nicht erreichbar. Heben nicht ab, haben im besten Fall noch eine Mobilbox, auf der ich eine Nachricht hinterlassen kann, rufen dann aber nicht zurück. Nur zur Info: in der Förderungsbewilligung wird der Kunde aufgefordert, sich aktiv zu melden.

 

Üblicherweise versuche ich in solchen Fällen 3x den Kunden zu kontaktieren. Interessanterweise dürfte das so eine magische Zahl sein, weil dann klappts doch. ;-) Was aber wirklich erstaunlich ist, ist die Aussage des Kunden dann: „Ich war zu beschäftigt, mein Unternehmen zu leiten, um mich um die Beratung zu kümmern.“

 

Hm, spannend! Ich leite mein Unternehmen und komme an den Punkt, an dem ich erkenne, dass ich Hilfe brauche – aber dann bin ich zu beschäftigt, um diese Hilfe in Anspruch zu nehmen? Dazu fällt mir eine schöne Geschichte ein:

 

Als ein Mann im Wald spazieren geht, kommt er an einer Lichtung vorbei, wo ein Waldarbeiter gerade Holz hackt. Er sieht ihm eine Weile zu und bemerkt dabei, dass der arme Mann sich recht abrackert, müht und plagt. Und das nur, weil seine Axt recht stumpf zu sein scheint. Schließlich gibt er sich einen Ruck und spricht ihn an: „Hallo! Ihre Axt ist ja total stumpf, warum schärfen Sie sie denn nicht?“ Der Holzfäller sieht nur kurz auf und antwortet völlig außer Atem: „Die Axt schärfen? Ausgeschlossen, ich muss noch soviel Holz hacken, dafür hab ich echt keine Zeit.“

 

J

 

Liebe Grüße,

Sabine Weiss

www.kickstart.at

 

Ps: Wenn Sie Fragen zu geförderten Beratungen haben, kontaktieren Sie mich!

 

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Beratung hilft

Liebe LeserInnen,

allen die sich einen Eindruck davon verschaffen wollen, was Unternehmensberatung und Business Coaching für Sie bzw Ihr Unternehmen leisten kann, lege ich die Sendung “Hagen hilft”, Donnerstags um 21.15h auf Kabel1 ans Herz. In den Sendungen geht es um Familienunternehmen, die kurz vor dem Aus stehen und gerettet werden sollen. Die Aufarbeitung der aktuellen Situation und Tipps des Unternehmensberaters sind immer wieder hilfreich und können teilweise auch allein durchgeführt werden.

In Wien besteht übrigens die Möglichkeit, 4 Stunden (zu 100% geförderte!) Beratung zur “Unternehmenssanierung” über das Wifi in Anspruch zu nehmen! In diesen 4 Stunden werden Ihre aktuelle Situation, Hintergründe und erste Schritte zur Lösung aufgearbeitet. Dabei können Sie sich auch über Möglichkeiten der Entschuldung informieren. Gerne helfe ich Ihnen auch in diesem Zusammenhang weiter!

Herzlichst,

Sabine Weiss

www.kickstart.at

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